Samstag, September 22, 2018

Es scheint der Mond so hell

Heinrich Sachs 1964/65


1. Es scheint der Mond so hell auf dieser Welt.
Zu meinem Madel bin ich hinbestellt.
Zu meinem Madel, da muß ich geh´n, ja geh´n,
vor ihrem Fensterlein, da bleib ich steh´n.

 

2. Wer steht da draußen und klopfet an,
daß ich die ganze Nacht nicht schlafen kann.
Ich steh´ nicht auf, laß dich nicht rein, ja rein,
weil meine Eltern noch nicht schlafen sein.

3. Einen blanken Taler geb´ ich dir,
wenn du mich schlafen läßt, heute Nacht bei dir.
Nimm deinen Taler, scher´ dich nach Haus´, nach Haus,
such´ dir zum schlafen eine andre aus.

 

4. Du wirst noch weinen und traurig sein,
wenn du mich schlafen läßt, heute Nacht allein.
Du wirst noch sagen: "O weh, o weh, o weh,
hätt´ ich den Taler doch im Portemonnaie."